Step Up for Change: Mit Tanz und Theater für eine menschenwürdige Arbeit
Bewegung in die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen brachten Jugendliche aus Deutschland und Sambia. Mit Tanz, Theater, Poesie und Rap setzten sie sich für eine menschenwürdige Arbeit für junge Menschen auf der ganzen Welt ein.
Das Projekt entstand im Rahmen einer Jugendbegegnung des Deutsch-Afrikanischen Jugendwerks und wurde von Don Bosco in Kooperation mit dem Tanzhaus Bonn durchgeführt.
Rund 300 Gäste waren in Bonn dabei, als Jugendliche aus Sambia und Deutschland ihre künstlerische Auseinandersetzung mit dem Nachhaltigkeitsziel 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum) auf die Bühne brachten. Die Performance war der Abschluss eines intensiven einjährigen Austauschprozesses zwischen den jungen Hip Hop Tänzer*innen des Tanzhauses Bonn und Jugendlichen aus einer Don Bosco Einrichtung in Sambia.
„We are different, but still the same“
Bereits im Oktober letzten Jahres reisten die deutschen Teilnehmenden nach Lusaka, der Hauptstadt Sambias. Dort tauschten sie sich mit sambischen Jugendlichen über ihre Lebensrealitäten aus und entwickelten erste Szenen. Im April besuchte dann die sambische Jugendgruppe Bonn. Unterstützt vom Tanzhaus wurde hier die finale Inszenierung geprobt. Das Projektmotto „Step Up For Change“ wurde dabei zur gelebten Realität. Denn trotz kultureller Unterschiede standen gemeinsame Werte und die Vision von einer gerechteren Welt mit menschenwürdiger Arbeit im Mittelpunkt.
In Sambia ist die Jugendarbeitslosigkeit sehr hoch. Fast ein Viertel aller Jugendlichen hat keine Arbeit. „Viele junge Menschen wie ich haben die Fähigkeit zu arbeiten und die Energie. Aber es gibt kaum Jobangebote“, so einer der Teilnehmer. Aber auch die Schwierigkeiten auf dem deutschen Arbeitsmarkt waren ein Gesprächsthema. Die Gruppen tauschten sich über ihre Zukunftsperspektiven, globale Ungleichheiten und Träume aus. Sie lernten, wie sie als Weltbürger*innen selbst zu einer zukunftsfähigen und solidarischen Welt beitragen können.
Wenn vielfältige Stile auf Kreativität treffen
Inspiriert durch ihre persönlichen Geschichten schufen sie eine Bühnenshow, in der Hip-Hop, Modern Dance, traditionelle sambische Tänze und Poesie zu einer ausdrucksstarken Choreographie verschmolzen. Künstlerisch und dramaturgisch begleitet wurden sie von Cindy Kozlewicz und Sandor Krönert vom Tanzhaus Bonn, Kessius Mutale von Don Bosco in Lusaka und Friederike Worth von Don Bosco in Bonn.
Ein Vertreter des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, das die Jugendbegegnung über das Deutsch-Afrikanische Jugendwerk förderte, besuchte die Abschlussaufführung: "Ich bin begeistert von dem Engagement, der Power und der Kreativität, mit der die Jugendlichen sich dieses wichtigen Themas angenommen haben. Noch nie habe ich ein Nachhaltigkeitsziel so greifbar erleben dürfen", zeigt sich Michael Angermann begeistert. Kein Wunder, dass es zum Abschluss Standing Ovations für die Künstlerinnen und Künstler gab.
Über Teams up
„Teams up!“ fördert den Jugendaustausch zwischen afrikanischen Ländern und Deutschland. Es richtet sich an Jugendgruppen mit Teilnehmenden im Alter von 16 bis 30 Jahren, die gemeinsame Projekte zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung umsetzen wollen. Die Begegnungen der Jugendgruppen finden sowohl in Deutschland als auch im afrikanischen Partnerland statt und fördern gegenseitiges Verständnis im Sinne des globalen Lernens.