Bildung in Deutschland und Namibia verbessern

Pädagoginnen und Pädagogen erarbeiten neue Methoden und Materialien im Austausch.

Deutsch-Afrikanischer Jugendaustausch in Germany and Namibia 2017-2018

Partnerland: Namibia

Partnerorganisationen: Light for the Children Foundation und Suni e. V.

Laufzeit: Februar 2017 – Januar 2019

Nachhaltigkeitsziel: 4: Hochwertige Bildung

Bildung verbessern: Dieses Ziel hatten die Organisationen Suni e. V. und Light for the Children aus Namibia, als sie ihr Begegnungsprojekt starteten. Die 14 Teilnehmenden besuchten sich gegenseitig, lernten die Bildungslandschaften der beiden Länder kennen und erarbeiteten in Kleingruppen Konzepte zur Umsetzung des großen Ziels. Mit Erfolg: Sie erhielten sogar einen Preis für ihr gelungenes Engagement.

SDG 4: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern

Gute Bildung ist entscheidend

Beide Organisationen arbeiten im Bildungsbereich, deshalb sollte sich der internationale Austausch auch dem SDG 4, dem Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen zu hochwertiger Bildung, widmen.

Die teilnehmenden Pädagoginnen und Pädagogen aus beiden Ländern arbeiteten dafür zwei Jahre lang kreativ an sieben unterschiedlichen Projekten. Es entstanden individuelle Lernmaterialien und Konzepte, um die Bildung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland und Namibia zu verbessern. Das Besondere daran: Sämtliche im Rahmen des Projektes entstandenen Unterlagen sind ganz bewusst so aufgebaut, dass sie auch in anderen deutsch-namibischen Partnerschaften eingesetzt werden können.

Die gesamte Gruppe steht vor einem Dorf auf einer freien Fläche.
Gruppenbild mit Christian Schlaga, dem damaligen deutschen Botschafter in Namibia.

Die persönlichen Begegnungen waren ein besonderes Highlight

Die erste Begegnung der beiden Gruppen fand im September 2017 statt. Die namibischen Teilnehmenden bekamen während des viereinhalbwöchigen Aufenthalts einen ersten Eindruck von Deutschland und besuchten verschiedene Bildungseinrichtungen in Berlin, Köln und Bonn. Unter anderem hospitierten sie in Schulen, Kindergärten oder im Fußballverein. Der zweite Austausch fand im August 2018 statt. Mit fünf deutschen Teilnehmenden und zwei Gruppenleitenden ging es nach Namibia. „Dort erwartete uns ein volles Programm. Das Treffen mit dem deutschen Botschafter, bei dem wir ins Gespräch kamen und von unseren gemeinsamen Projekten und der Arbeit berichten konnten, war ein herausragendes Erlebnis. Zudem fanden Hospitationen in Bildungseinrichtungen statt“, resümierten die Teilnehmenden aus Namibia und Deutschland.

Die Teilnehmenden springen auf dem deutschen Bundestag mit hochgestreckten Armen in die Luft.
Mit viel Spaß bei der Sache – hier beim Besuch des Reichstagsgebäudes in Berlin.

Bei den beiden Begegnungen lernten sich alle Teilnehmenden persönlich kennen und setzen in Zweiergruppen ihre Projektarbeit um. Ein bemerkenswerter Erfolg war die Veröffentlichung eines Mini-Wörterbuchs in Deutsch und den in Namibia gesprochenen Sprachen Englisch, Khoekhoegowab, Otjiherero und Afrikaans, das von zwei Teilnehmenden initiiert wurde. Das Wörterbuch wird nun auch von anderen deutsch-namibischen Partnerschaften genutzt und war bereits nach drei Tagen vergriffen.

Während der Aufenthalte in den beiden Ländern hielten alle Teilnehmenden Präsentationen über das eigene Bildungssystem oder die eigene Arbeit. So wurden dutzende Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte über die Bildungssysteme in Namibia und Deutschland informiert.

Zwei Teilnehmerinnen überwinden gemeinsam ein Hindernis bei der Wanderung auf den Waterberg.
Gemeinsame Wanderung zum Waterberg, Namibia, dem Ort des Völkermordes der Deutschen an den Herero 1904.

Alle haben viel gelernt

„Wir haben während des Austausches viel gelernt und konnten bereits einige positive Ergebnisse feststellen. Besonders freuen wir uns, dass insgesamt sieben der Teilnehmenden (vier aus Deutschland und drei aus Namibia) durch die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz mit einem Engagement- und Kompetenznachweis ausgezeichnet wurden“, erzählt Barbara Scharfbillig von Suni.

Der Engagement- und Kompetenznachweis dokumentiert und zertifiziert ehrenamtliches Engagement und dient zur Anerkennung und Würdigung freiwillig geleisteter Tätigkeit. Insgesamt konnte mit dem gemeinsamen Projekt der Austausch zwischen den beiden Ländern ausgebaut . Die gewachsene Vernetzung untereinander wird den transkontinentalen Austausch auch in Zukunft stärken.

Ein Poster das das deutsche und das namibische Schulsystem vergleichend darstellt.
Das Poster zeigt den von den Teilnehmenden erstellten Vergleich des namibischen und deutschen Schulsystems.

Material aus den Begegnungen „One World Same Games“