Green is the new black
Mit „Green is the new Black“ hat der Verein Future of Ghana Germany ein Projekt ins Leben gerufen, das den Fokus auf das Thema ökologische und soziale Nachhaltigkeit legt.
Die Begegnungsreise wurde von den Partnerorganisationen DUNK (Develop Unity Nurturing Knowledge) aus Accra, Jamestown, und dem Hamburger Verein Future of Ghana Germany (FoGG) gemeinsam organisiert. Jeweils zehn junge Erwachsene zwischen 18 und 26 Jahren aus Deutschland und Ghana trafen sich zuerst in Hamburg und dann in der ghanaischen Hauptstadt Accra. Das Thema der Begegnung lautete „Nachhaltiger und ressourcenbewusster Umgang – Reduzierung des (eigenen) Plastikkonsums.“
Die Teilnehmenden befassten sich mit Ursachen und Folgen der zunehmenden Verschmutzung der Weltmeere und entwickelten gemeinsam Strategien, um Abfall zu reduzieren und den Umgang mit Plastik zu reflektieren. Ziel war, den Wissensaustausch auf Augenhöhe zu ermöglichen und so die transkontinentale Partnerschaft nachhaltig zu stärken.
Die Idee entstand 2019, als Tanja Scheffler und Lyn Birago (Projektkoordinierende bei FoGG) im Urlaub in Ghana mit enormen Plastikbergen am Strand konfrontiert wurden. Doch woher stammte eigentlich der Müll? Nach eigenen Recherchen dazu ging es zunächst in einen detaillierten Austausch mit NGOs wie DUNK Grassroots – und am Ende auf diese Erfahrungsreise.
Anfang Juli 2021 kamen zunächst die zehn Teilnehmenden aus Ghana für 17 Tage nach Hamburg. Auf dem Programm standen verschiedene Workshops, in die sich alle einbringen konnten. Die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele wurden genauso diskutiert wie die Frage, welche Auswirkungen der eigene (Plastik-)Konsum auf die Umwelt hat und wie er reduziert werden kann. Daneben fanden Treffen mit verschiedenen NGOs statt. Auch der Besuch eines Friday For Future-Camps und einer Greenpeace-Ausstellung sowie eine Strand-Aufräumaktion standen auf dem Plan. Bei spannenden Vorträgen und Gesprächen wurden unter anderem die Möglichkeiten von Upcycling und Recycling thematisiert.
Ende August 2021 machten sich die Teilnehmenden aus Hamburg dann auf die Reise nach Accra. Auch hier standen zunächst vertiefende Workshops auf der Agenda, außerdem weitere Strand-Aufräumaktionen sowie ein Besuch der weltweit bekannten Elektroschrott-Deponie in Agbogbloshie. Der hier gelagerte, gefährliche Müll wird zu großen Teilen illegal aus Europa. Gerade hier wurde allen Teilnehmenden noch einmal besonders klar, wie wichtig nachhaltiger Konsum, nachhaltige Produktion und auch der nachhaltige Umgang mit dem Müll auch aus globaler Perspektive sind.
Während der Begegnungen ging es natürlich nicht nur um Umwelt, Müll und Müllvermeidung. Auch der interkulturelle Austausch, das gegenseitige Kennenlernen und der persönliche Einblick in das jeweils andere Land wurden zu einem wichtigen Teil der gemeinsamen Erfahrung.
Das Erlebte wirkt bin heute nach. Die Teilnehmenden engagieren sich weiterhin privat und öffentlich für Nachhaltigkeit. Sie teilen ihr dazugewonnenes Wissen mit ihrer Familie, Freunden und in ihren Gemeinschaften. Einige starteten eigene Initiativen, um auf die Themen Plastikmüll und Umweltverschmutzung aufmerksam zu machen, z.B. durch Recycling-Kunstaktionen, Müll-Sammelaktionen oder die Mitarbeit in zivilgesellschaftlichen Organisationen. Auch die gemeinsame Vernetzung hält über das Ende der Projektreise hinaus. Über eine Whatsapp-Gruppe und die sozialen Medien stehen die Teilnehmenden nach wie vor im Austausch. Die Partnerorganisationen stehen ebenfalls kontinuierlich in engem Kontakt, halten sich über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden und beraten sich gegenseitig. Mit diesem Projekt sind Freundschaften entstanden, die bis heute gepflegt werden – und Verbindungen, die auch in Zukunft Bestand haben sollen.